Was passiert mit den gesammelten Google Daten nach dem Tod?
Was passiert mit den gesammelten Google Daten nach dem Tod des Nutzers? Was soll mit meinen Fotos, E-Mails und Dokumenten passieren, wenn ich einmal nicht mehr bin? Deshalb stellte Google eine neue „Was-Wäre-Wenn-Funktion für seine Dienste Gmail, YouTube, Picasa, Google+ und den Online-Speicher Drive vor.
Neuer Google Kontoaktivitäts-Manager
Mit dem „Google Kontoinaktivitäts-Manager“ kann man seinen digitalen Nachlaß jetzt schon regeln, dort heisst es:

Neuer „Google Kontoinaktivitäts-Manager„
Google Nutzer entscheidet über Datenerbschaft
Was soll mit Ihren Fotos, E-Mails und Dokumenten geschehen, wenn Sie Ihr Konto nicht mehr nutzen? Bei Google haben Sie die Wahl. Vielleicht möchten Sie Ihre Daten mit Kontakten teilen, denen Sie vertrauen. Oder möchten Sie, dass Ihr Konto vollständig gelöscht wird? Es sind viele Situationen denkbar, in denen Sie nicht auf Ihr Google-Konto zugreifen oder es nicht verwenden können. Was auch immer der Grund ist: Sie entscheiden, was mit Ihren Daten geschehen soll.
Kontoinaktivität-Manager regelt den Nachlaß
Mit dem Kontoinaktivitäts-Manager kann man ab sofort festlegen, ob das Konto als inaktiv behandelt werden soll, was mit den Daten geschehen soll und wer benachrichtigt werden soll. Mit dieser Testaments-Funktion kann man sein digitales Leben und seine Privatsphäre jetzt schon regeln, wie man es möchte.
1.Wartefrist eintragen
Google-Nutzer verfügen, ob ihre Daten nach 3, 6, 9 oder 12 Monaten Inaktivität auf ihrem Google Konto, automatisch gelöscht werden sollen.
2. Kontakte benachrichtigen
Zusätzlich können Freunde oder Familienmitglieder zu Verwaltern des digitalen Nachlasses ernannt werden. Per E-Mail oder SMS werden die Benutzer vorgewarnt, um versehentliche Löschungen zu vermeiden, sollten sie doch noch nicht verschieden sein.
3.Abwesenheitsnotiz eintragen
Im Falle der Schaltung des Kontos zur „Inaktivität“ wird für alle eingehenden Nachrichten eine automatische Antwort gesendet. Wenn ein Kontakt mehrere Nachrichten sendet, wird die automatische Antwort maximal alle 4 Tage gesendet, heisst es in dem Feld, wo man die Abwesenheitsmeldung eintragen kann.
4. Vertrauenswürdigen Kontakt eintragen
Im Feld vertrauenswürdigen Kontakt kann man eine E-Mail-Adresse eintragen, welche dann über den Datenzugriff berechtigt ist. Nach dem Eintrag einer Telefonnummer, zwecks Versendung eines Bestätigungscodes, sind wir fertig.
Was passiert mit den gesammelten Google Daten nach dem Tod - digitalen Nachlassempfänger bestimmen!
Rechtslage in Österreich
Neben Google befassen sich auch andere Internetportale mit der Frage, was nach dem Tod der Nutzer mit deren Daten geschieht. Während in den USA die Rechtsprechung noch recht vage ist, ist die Sache in Österreich klar geregelt. Die Rechte an Webseiten, gespeicherten E-Mails, Bildern und Online-Profilen gehen an die Erben über. Sie dürfen bei Internet-Anbietern neue Passwörter anfordern, um Zugang zu den Konten zu bekommen. (Quelle: nachrichten.at)
Bei Facebook ist es möglich, dass Konten in einen Erinnerungsstatus (hier: „Antrag auf Herstellung des Gedenkzustands„) geschaltet werden. So können Freunde Beileidsbekundungen hinterlassen. Danach ist eine Löschung des Facebook Kontos möglich mit dem Formular: „Anfrage bezgl. Kontolöschung einer verstorbenen Person„
Twitter stellt Hinterbliebenen das gesamte Archiv des Verstorbenen zur Verfügung. Es gibt auch Webanbieter, bei denen Online-Passwörter für die Erben hinterlegt werden können. Ich empfehle hierbei allerdings aus Sicherheitsgründen, die Passwörter bei einem Notar oder einer realen vertrauenswürdigen Person im nahen Umfeld zu hinterlegen.
Weiterführende Links
Neuer „Google Kontoinaktivitäts-Manager“ - Einstellungen ansehen!
Neue Funktion: Das Google-Leben nach dem Tod
Facebook Formular für „Antrag auf Herstellung des Gedenkzustands“
Facebook Formular für „Anfrage bezgl. Kontolöschung einer verstorbenen Person„





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