Wie funktioniert das Social Media Storytelling mit meiner Zielgruppe?

Bei der Social Media Strategie Entwicklung kommt man immer auf das Thema: „Was braucht meine Social Media Zielgruppe?“ – damit sie reagiert. Jede Führungskraft braucht ein Gefühl für den Kunden und dennoch ist es nicht leicht die Worte zu finden, damit die Social Media Content Produzenten auch den Nerv des Kunden treffen.

Social Media Zielgruppe

Schlüsselfragen um die Social Media Zielgruppe zu definieren sind:

  • Wer genau ist mein Kunde?
  • In welcher Situation steckt er gerade?
  • Wie tickt er emotional gesehen?
  • Was will und braucht er wirklich?
  • Was ist gut und richtig für ihn?
  • Was hält er von den Leistungen des Unternehmens?
  • Was genau macht er mit den Produkten/Dienstleistungen der Firma?
  • Wie kann das Unternehmen helfen, damit die Kunden erfolgreich und somit glücklicher werden?
  • Was kann man tun damit die bestehenden Kunden hinausgehen und es ihren Freunden weiter empfehlen

Was sind die wahren Beweggründe ihrer Kunden?

Soziale Medien leben von offenen Dialogen mit Menschen. Nichts ist leichter als die Kunden zu fragen und nicht auf Vermutungen basierend Inhalte zu produzieren.

Allerdings muss man dazu fokussierte Fragen stellen um die wahren Beweggründe zu entdecken. Langwierige kostenintensive Marktforschungen sind immer weniger dazu notwendig. Notwendige Veränderungen im Unternehmen können somit schneller identifiziert werden. Wer nicht täglich neu in Erfahrung bringt, was seine Kunden wirklich wollen, produziert rasch am Markt vorbei. Die Wünsche und Vorstellungen der Kunden ändern sich laufend. Kunden warten auch nicht mehr, bis die Unternehmen in die Gänge kommen, sondern gehen zum Mitbewerber.

Fokussierte Fragen an den Kunden

  • Wenn sie an uns denken, was kommt ihnen dann als „Erstes“ in den Sinn?
  • Können sie uns verraten, was der wichtigste Grund war, bei uns zu kaufen?
  • Was ist für sie das Vorrangigste, das wir schnellstmöglichst ändern/verbessern sollten?
  • Auf was Was ist für sie der Wichtigste Grund uns die Treue zu halten?
  • Auf was könnten sie bei uns am wenigsten verzichten?
  • Was ist das Empfehlenswerteste an uns, das sie ihren Freunden sagen würden?

Jetzt heisst es offen und konzentriert zuhören und notieren. Sie wollen lerne wie das Kundenhirn funktioniert, damit sie sehen was sie bewegt und emotional motiviert.

Wann haben sie eigentlich das letze Mal mit einem Kunden persönlich über die obigen Fragen geplaudert?

Social Media Storytelling

Welche Geschichten werden bei ihnen auf den Gängen, in der Kantine und am Telefon so erzählt?Was wird von Mitarbeitern ausgeplaudert und Außendienstlern unters Volk getragen? Welche Story wird den Lieferanten und Partnern erzählt? Das Bild, das sie von sich zeichnen, ist das Bild, das man von ihnen haben wird. Also erzählen sie, wie sie ihre Kunden erfolgreich machen und was dabei ihr Erfolgsgeheimnis ist. Erzählen sie die Geschichten, die man über sie erzählen sollte, selbst!

Reden sie über Resultate und nicht über Probleme!

Von einem positiven Image werden alle wie magisch angezogen. Die Mitarbeiter und die Kunden. Erfolgsgeschichten spornen uns auch alle an. Sie beflügeln uns und setzen eine Menge Energie frei! Menschen merken sich Geschichten besser als Fakten, weil unser Gehirn bildhaft denkt. Rationale Fakten der Sprache wird in mentale Bilder übersetzt und episodisch abgelegt. Gehirnforscher vermuten sogar, dass jeder denk- und Entscheidungsprozess von einem inneren Kopfkino begleitet wird.

Social Media Geschichten finden

Lustige Zitate, bunte Anekdoten und spannend erzählte Geschichten haben etwas magisches an sich. Sie setzen Emotionen in Gang, verbessern das Klima und führen zu schnelleren Ergebnissen. Bilder und Geschichten machen selbst komplizierte Zusammenhänge verständlich. Sie tragen zu einem besseren Verstehen und Akzeptieren bei, ohne zu bedrängen. Sie bleiben gut in Erinnerung und werden gerne weiter erzählt. Wir mögen am liebsten Geschichten mit einem positiven Ausgang. Erfolgsgeschichten von begeisterten Kunden motivieren besonders stark. Beim Aufbau orientiert man sich an den Mustern von Märchen:

  1. Was war am Anfang (ein Problem, eine Krise)?
  2. Wer (Held) tat etwas (gute Tat) mit wessen Hilfe (gute Fee)?
  3. Wo lauerten die Gefahren (Abenteuer, Hindernisse)?
  4. Wie ging das ganze aus( Sieg, Happy End)?

Wer ist Held und wer die Fee?

Der Kunde ist meistens der Held und das Unternehmen die gute Fee. Kurz und einfache Geschichten mit Relevanz für den Kunden fördern dabei die Aufmerksamkeit! Ist etwas zu langatmig oder ohne Bedeutung, schaltet unser Gehirn ab. Während dem Ablauf der Handlungen wünschen wir uns auch Höhen und Tiefen, damit Emotionen geweckt werden. Das erzeugt einen Spannungsbogen. Hilfreich sind dabei dann dramaturgische Wendungen, Rückschläge und Überraschungen. Wenigsten ein Hindernis ist notwendig, welches natürlich schnell überwunden ist. Damit einem glücklichen Ende nichts im Wege steht. Unser Gehirn will das Happy End, da es auf Glückshormone steht!

Gute Kundengeschichten

Merk-würdige Kundengeschichten haben immer 2 Zielrichtungen

  • Interne (Mitarbeiter, Führungskräfte)
  • Externe (Interessenten, Kunden, Ex-Kunden, Partner, Lieferanten, Banken, Öffentlichkeit)

Gute Geschichten sind neu und sind anders. Sie überraschen, sie sind im wahrsten Sinne des Wortes merk-würdig und sie sind wahr! Erzählen sie ihre Geschichten, genau so wie sich zugetragen haben. Das ist glaubwürdig und interessant. Geschichten, die nicht stimmen werden immer entlarvt, wofür dann zumeist ein entrüsteter Mitarbeiter sorgt 🙂 Die authenthischten und somit wirkungsvollsten Geschichten sind immer jene, die sich die Leute selbst erzählen. Wer nichts mehr zu sagen hat, gerät schnell in Vergessenheit. Sammeln und verbreiten sie kleine Heldentaten aus dem Alltag bei jedem Mitarbeiter bis zum Portier.

 

SOCIAL MEDIA STORYTELLING