Social Media – wo beginnt man als Unternehmen?

Nach meinen monatlichen kostenfreien Online Marketing Workshop in Wien werde ich immer gefragt, wie man mit Social Media Aktivitäten am Besten beginnt? Das Abenteuer Social Media startet man relativ schnell – Konto eröffnen – und los geht´s. Das tägliche Social Media Engagement ohne Ziel und Strategie zu beginnen, ist ein oft gemachter Fehler. Auch wenn die Kommunikationplatformen, wie Facebook, Twitter, Google Plus etc. kostenfrei sind, so ist Social Media Engagement keineswegs kostenlos. Es erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und täglich Zeit neben ihren anderen geschäftlichen Aktivitäten.

Stellen sie sich folgende Fragen

Warum wollen Sie auf Social Media Plattformen mitreden?

Social Media Plattformen, wie Facebook, Xing, Twitter, Google Plus und mehr,  sind Orte, wo Menschen ihre Erfahrungen und Meinungen (zu Produkten/Services/Erlebnisse) austauschen. Siehe auch mein Artikel zu  Social Media Leitfaden

Social Media Ziele finden

Welche Gründe kann es geben mit anderen Menschen in Kontakt zu treten?

  1. Steigerung der Markenbekanntheit (Reichweite erhöhen)
  2. Aufbau und Pflege eines positiven Markenimages
  3. Mehr Umsatz durch Akquise / Kundenbindung
  4. Steigerung der Website Besucherzahlen (Traffic)
  5. Kundennahe Kommunikation (Support, CRM)
  6. HR Recruiting – Mitarbeitersuche / -auswahl
  7. Markt-Beobachtungen und -Trends erkennen
  8. Public Relations – Öffentlichkeitsarbeit
  9. Crowd Sourcing: gemeinsame Produktentwicklung in der Gruppe

Um diese Ziele zu erreichen benötigt man eine Strategie – siehe auch meine Artikeln:

Wieviel kostet eine Social Media Strategie?

Warum braucht man eine Social Media Strategie?

Die Social Media Checkliste 2012

Noch unsicher über die Social Media Ziele oder Strategie?

Wenn sie sich nicht sicher sind über die möglichen Ziele, dann fragen sie doch ihre bestehenden Kunden, ob sie sich ein Kundenservice, die neuesten Infos wünschen oder Angebote in ihren sozialen Kommunikationsplattformen wünschen! Recherchieren sie ihren Mitbewerber auf www.socialmediaranking.at und fragen sie ihre Geschäftspartner auf welchen sozialen Medien sie sich bewegen! Stellen Sie Fragen und nutzen sie die Online Statistiken, wie www.socialmediaradar.at und sehen sie sich dort die tagesaktuellen Zahlen zu ihrer Zielgruppe an! Überlegen sie und machen sie sich eine Liste von Personen, die mit ihren Produkten und Services in Berührung kommen.

  • welche Interessenten gibt es für meine Services/Produkte?
  • Kunden, Partner, Freunde und Geschäftspartner befragen und beobachten
  • Internet recherchieren und Zuhören, wo und was schon über mich oder diese Thema gesprochen wird
  • wo ist mein Markt? (lokal oder weltweit) und wie positioniere ich mich im Vergleich zum Mitbewerber?

Zielgruppe genau kennen

Unternehmen, die primär Zielgruppen im B2B-Markt ansprechen, werden über Facebook und andere B2C-Plattformen kaum Geschäftskontakte herstellen können. Sie sollten die Social Media Kanäle genau untersuchen, über sie ihre Zielgruppen tatsächlich erreichen können. Dazu ist es wichtig, dass sie ihre Kunden genau kennen. Welche Vorlieben sie haben, wo sie wohnen, welches Einkommen sie haben und welche Orte sie bevorzugt für die Kommunikation aufsuchen. Siehe auch: warum man auf Google Plus als Unternehmen sein sollte und warum Google Plus besser ist für Unternehmen.

Kommunikationskanäle festlegen

Erst wenn man die Ziele und die Strategie festgelegt sind, sollte man daran gehen die Kommunikationskanäle auszusuchen. Die meisten Unternehmen haben den Wunsch, mehr potentielle Kunden schneller und einfacher zu erreichen. Das ist grundsätzlich möglich, aber keinesfalls kostenlos. Kostenlos ist allenfalls die Benutzung der einzelnen Plattform, diese jedoch mit optimalen Inhalten zu versorgen, erfordert professionelle Kommunikationsarbeit und das täglich!

Auf Kritik gefasst sein

Die Macht der Nutzer im Internet ist groß und kann der Online Reputation gefährlich werden. Im schlimmsten Fall gibt es einen sogenannten „shitstorm“ – ein Sturm der Entrüstung über eine Handlung des Unternehmens. Siehe: „Auf ING-DiBa Bank Facebookseite tobt ein Sturm der Entrüstung„. Die Reputation eines Unternehmens kann in wenigen Stunden nachhaltig geschädigt werden, wenn man auf Negativereignissen oder möglichen Kritikpunkte nicht angemessen und rasch darauf reagiert. Deshalb ist ein laufendes Community Management auch so wichtig für Unternehmen!

Siehe Beispiel: „Der Griesgrämer wettert gegen die Telekom

Siehe Beispiel: „Warum man Social Media Monitoring nutzen sollte!“

Was kostet das Community Management?

Was kostet ein Community Management, werde ich oft gefragt? Nun, entweder man hat die Kommunikation intern im Unternehmen integriert, welches immer von Vorteil ist, weil die Unternehmenskommunikation immer möglichst nahe an der Unternehmensführung sein sollte. Das Wiener Unternehmen Cup Cakes hat es intern aufgebaut und kommuniziert öfters am Tag via Facebook die täglichen Herausforderungen, die das Unternehmen zu bewältigen hat mit sehr viel Authentizität, Transparenz und Persönlichkeit:

cupcakes Vienna

Cupcakes Vienna auf Facebook

An diesem Beispiel sieht man gut, dass man nicht immer auf Reaktionen der Zuhörer eingehen muss, da diese Aufgabe auch von der aufgebauten Community (Gemeinschaft rund um die Marke) auch übernommen werden kann. Siehe mein Artikel zu den8.wichtige soziale Netzwerkregeln„. Zeitaufwand für CupCakes Community Management: ca. 1-2.Stunden pro Tag im Zeitraum: Montag-Sonntag von der Geschäftsinhaberin direkt gesteuert via iPhone. Viele große Unternehmen haben die Social Media Kommunikation extern an eine Social Media Agentur oder Werbeagentur ausgelagert wie DiTech Computer:

ditech auf Facebook

DiTech auf Facebook (März 2012)

Die Agentur, die den Facebook Auftritt für das Unternehmen betreut, erhält lt. dem Geschäftsführer DiTech laut Video bei der Veranstaltung „Abenteuer Social Media“ in Wien, mehrere Tausend Euro im Jahr. Das Social Media Team besteht aus mehreren Mitarbeitern, die auf Facebook von Mo-Fr. dort mit mehr als 55.000 Menschen kommunizieren und dort sehr viele Gewinnspiele abhalten.

Themenplanung und Inhalte planen

Sie die Ziele gesetzt (Verkauf, Kundenakquise,..) und ist das Kommunikationsteam darüber informiert, muss ein täglicher Inhalteplan, sogenannter Redaktionsplan, erstellt werden. Hier werden täglich die richtigen Themen durch die richtigen Personen an die Community vermittelt. Dieser an die Unternehmensziele ausgerichtete Themenplan legt auch den Aufwand und die zu erwarteten Ergebnisse fest. Laut Studien gibt es unterschiedliche Ansichten von Unternehmen und Konsumenten zu Inhalten:

social media planungSocial Media Planung

Interne Integration von Social Media Kommunikation

In Unternehmen mit mehreren Beteiligten zeigt sich optimales Social Media Engagement bei der Integration von Social Media Kommunikation in die Aufbau- und Ablauforganisation und Unternehmenstrategien. Social Media erfordert geschultes Personal (Training zur Verwendung von Facebook, Xing, Twitter, Google Plus,..), Kenntnisse über die Aufgaben, Prozesse des Unternehmens und der strategischen Grundlagen. Selbst wenn ein Großteil der Social Media Aktivitäten über externe Dienstleister abgewickelt wird, müssen die Entscheider im Unternehmen für Social Media qualifiziert sein oder in sozialer Kompetenz und Krisenkommunkation geschult werden. Das alles verursacht Kosten, die vor einer Entscheidung zumindest grob überschlagen werden sollten.

Was ist die Unternehmensidentität?

Wofür steht das Unternehmen? In der Kommunikation kommt aufgrund der Transparenzerhöhung eine Persönlichkeit zum Vorschein. Laut Watzlawik wissen wir, dass wir NICHT nicht kommunizieren KÖNNEN! Wofür steht also das Unternehmen? Was ist ist ihm wichtig? Welche Identität hat es? Man spricht auch von der Markenidentität – Corporate Identity auf Wikipedia.

Marken identitaet

Markenidentitaet- Corporate IdentityIdentität einer Marke (Marke=Brand=Brandzeichen)

Analog zur Persönlichkeit eines Menschen, dessen Einzigartigkeit aus der Summe aller Identitätsmerkmale resultiert, bilden nur jene charakteristischen Bestimmungsfaktoren die Identität einer Marke, welche ihr Wesen und ihre Einmaligkeit konstituieren. In der Markenidentität sind all jene Assoziationen gebündelt, die nachhaltig das Vorstellungsbild der Konsumenten erzeugen sollen. Besonders die Harmonisierung des Markenname, Firmenname mit dem Verständnis aus Visionen, Leitbildern und Unternehmenszielen muss mit dem Gegenstand eines Unternehmens harmonieren.

Messen des Social Media Erfolges

Key Performance Indicator (KPI) sind Kennzahlen, womit Sie den Erfolg Ihrer Social Media Aktivitäten messen werden. Messen können Sie die aus der Webseiten-Analyse bekannten Kennzahlen sowie je nach Social Media Plattform das Engagement der User oder Fans. Mit einer Aufstellung Ihrer KPI beugen Sie späteren Enttäuschungen vor.

Monitoring und Reporting

Mit dem Monitoring ihrer Social Media Gespräche (Zuhören von Social Media) und dem Mitteilen der Aktivitäten (Reporting) an die zuständigen Verantwortlichen können sieden Erfolg messbar machen. Bei der Auswahl der Social Media Monitoring Werkzeuge (Software) müssen sie wissen was sie genau messen wollen, bevor sie eine Lösung kaufen/mieten. Siehe auch meine Artikeln zu:

Warum man Social Media Monitoring nutzen sollte

10 gratis Social Media Monitoring Tools

Schauen Sie sich daher genau an, welchen Service oder welche Software sie nutzen wollen, um zu überwachen, was in den sozialen Medien über Ihr Unternehmen oder Ihre Konkurrenten berichtet wird. Seitenlange Berichte nutzen Ihnen auch mit den schönsten Schaubildern wenig, wenn das, was an Erfolgsüberwachung und Berichten geliefert wird, keinen kostendeckenden Mehrumsatz generiert.

Die 20 häufigsten 20 Facebook Marketing Rechtsfallen beachten!

Morgen gibt es dann die Social Media Checkliste, also stay tuned mit dem Blog Abo:

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Im Artikel zur Social Business Planung – sieht man die Weiterentwicklung von Social Media ins Business. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette lassen sich die neuen Kommunikationskaäle nutzen!

Leitfaden Social Media der BITKOM

Hier ein Leitfaden für Social Media der Bitkom als Hilfestellung für Unternehmen:

social media leitfaden bitkom

 Leitfaden für Social Media der Bitkom ansehen

Meinen Blogartikel zu  Social Media Leitfaden lesen