Abenteuer Social Media für Unternehmen

Vergangenen Dienstagabend haben die Wirtschaftskammer Wien mit Frau Brigitte Jank und die Erste Bank zu einem Wiener Wirtschaftsgespräch ins Studio 44 eingeladen. Das Thema war: „Abenteuer Social Media – Chancen und Gefahren für Unternehmen“. Nach einer Keynote von Klaus Eck, Geschäftsführer von „Eck Kommunikation“ fand eine Diskussionsrunde, geführt von ORF Moderator, Armin Wolf statt.

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ – Paul Watzlawick

Wenn ein Kunde seine Unzufriedenheit über soziale Netzwerke im Internet verbreitet, erreicht das möglicherweise auch andere – und potenzielle neue – Kunden. Noch problematischer wird es, wenn das Unternehmen weder eine Facebook-, noch eine Twitter-Präsenz hat. Dann wird über und nicht mit dem Unternehmen kommuniziert.

Social Media Teilnahme ist nur eine Frage der Zeit

Fast einhellig waren die Diskutanten der Meinung, dass das Mitwirken bei Social-Media-Plattformen für Unternehmen unausweichlich sei. Allerdings mache ihr Auftritt nur dann Sinn, wenn er professionell gestaltet und regelmäßig gewartet wird, den es geht ja um die Reputation, die auf dem Spiel steht. Armin Wolf konnte nicht glauben, dass 41,5% der Unternehmen bereits über einen Facebook Firmenauftritt verfügen:

Keine Zeit für Social Media

Herr Lugner, Betreiber der Lugner City meinte, er habe keine Zeit um einen Facebook Auftritt zu warten. Judith Denkmayr, Geschäftsführerin von Digital Affairs,  meinte anscheinend machen das schon andere für ihn, auf Facebook.

Abenteuer_Socialmedia_Lugner

Event: Abenteuer Social Media für Unternehmen

 Nachsehen was so über jemanden geschrieben wird, nennt man Monitoring, das gehört im Web nun mal dazu. Ein kostenloses Überwachungssystem von Google Alerts kann Unternehmen schon reichen. Es muss nicht immer eine 1.500 Euro/Monat Monitoring Lösung sein. Klaus Eck meinte, dass 2-jährige Kinder bereits heute zu 90% online sind, weil ihre Eltern die Fotos von ihnen ins Netz stellen:

55% der Unternehmen wissen nicht, wer im Social Web bereits ist

Bei der Keynote von Klaus Eck wurde mittels TED-Umfrage-Tool im Raum gefragt, ob die Geschäftsführer wissen, wer im Unternehmen bereits Social Media Plattformen nutzt? 55% der Besucher im Raum meinten, sie wüssten es nicht. Es wurde empfohlen Social Media Guidelines zu entwickeln, welche die Nutzung im Unternehmen festlegen. Darin sollte festgehalten werden, wie man sich in sozialen Netzwerken als Mitarbeiter eines Unternehmens verhalten sollte. Rechtliche Gedanken zum Urheberrecht und Datenschutz sind ebenso wichtig wie zu wissen, dass man private Meinungen von Standpunkten des Unternehmens getrennt kommunizieren sollte.

Diskussionsrunde „Abenteuer Social Media“

In der Diskussionsrunde „Abenteuer Social Media – Chancen und Gefahren für Unternehmen“ waren vertreten:  Judith Denkmayr, Geschäftsführerin von Digital Affairs GmbHRobert Hadzetovic, Geschäftsführer, Thalia Buch und Medien GmbH,Hr.Damian Izdebski, Firmengründer und Geschäftsführer, DiTech GmbH.

Als positive Facebook Beispiele wurden die Thalia Buchhandlung mit 24.000 „Likes“ und DiTech Computer mit 37.000 „Likes“ genannt. Für Hr. Izdebski ist Facebook eine von mehreren Möglichkeiten – neben Werbebroschüren – um Kunden zu erreichen. Manche können auch nur dort für das Kundenservice erreicht werden, so Izdebski.

Daher würden sich auch die 110.000 Euro lohnen, die er jährlich in die Gestaltung und Wartung seiner Social-Media-Präsenz investiert.

Abenteuer_Socialmedia Wien

Event: Abenteuer Social Media für Unternehmen

Der Geschäftsführer von Thalia, Robert Hadzetovic, sieht hingegen die negativen Bemerkungen auf der Facebook-Seite des Unternehmens positiv. Wenn sich eine Onlinediskussion entwickle, dann errege das Aufmerksamkeit. Er empfahl dem Erste Bank Vorstand, Dr. Peter Bosek, neben ihm, sich seine Strategie nochmals zu durchdenken, da dieser meinte Menschen wollen mit Banken nicht via Facebook kommunizieren.

Vortragsfolien von Klaus Eck

Auf Prezi ansehen

Klaus Eck auf Prezi

Klaus Eck Präsentation auf Prezi