Erfolgreiche Social-Media-Strategien entwickeln

Wie beginne ich mit Social Media?

Laufend begegne ich Unternehmen, die dem Thema Social Media noch skeptisch gegenüber stehen. Angespornt durch meine Gespräche mit Unternehmen, möchte ich hier auf ein paar Überlegungen dazu eingehen. Die Augen vor Social Media zu verschließen kann keine Lösung sein.  Nahezu jedes Unternehmen, das Kunden, Partner und Mitarbeiter hat, wird in sozialen Medien früher oder später erwähnt. Schließlich gibt es nicht nur Facebook, sondern auch YouTube, Twitter, Bewertungs-Plattformen und dutzende andere soziale Kommunikationskanäle, die genutzt werden. Täglich tauschen sich Menschen Online aus. Dinge ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen ist also nur eine Frage der Zeit. Nur wie beginnt man? In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick, wie man Social-Media-Strategien systematisch entwickelt.

social media Prisma 2010

Das Social Media Prisma zeigt die Vielfalt an Online Unterhaltungen auf

Erfolgreiche Social-Media-Strategien entwickeln

Planloses Agieren führt zumeist nicht zum Erfolg, sondern kann sogar dem Image und der Online Reputation schaden.  Nur wenige österreichische Unternehmen verfügen über eine Social-Media-Strategie und kaum eine Firma stellt finanzielle Mittel dafür bereit.

Entwickeln Sie einen Plan zum Erfolg

Wer immer noch zweifelt, zögert und zaudert, ob er mit seinem Unternehmen in die Social Media Welt einsteigen soll, der verschlechtert seine Position, weil er von Mitbewerbern überholt wird und die Pole-Position damit abgibt. Natürlich wird auch außerhalb Ihres Unternehmens über Ihre Marke geredet. Vielleicht sind Ihre Mitarbeiter dort auch schon präsent. Entschlossene Unternehmer, die neue Chancen nutzen wollen, sind dabei im Vorteil, wenn sie einen Plan haben.

Fehler können teuer werden

Soziale Medien existieren ja schon seit vielen Jahren. Deshalb werden Fehler heute nicht mehr so leicht verziehen. Sie fallen sofort auf, können die Reputation beschädigen und somit die Kompetenz des Unternehmens in Frage stellen. Negativ-Beispiele dazu gibt es reichlich. Unternehmen, die das dynamische Social-Media-Umfeld ohne Strategie nutzen, erleiden leicht Schiffbruch. Ohne durchdachten Plan bleibt der Geschäftserfolg aus. Wenn sich Ihr Social-Media-Engagement für Sie rechnen soll, dann erstellen Sie einen Plan. Definieren Sie Ihre Unternehmensziele und Ihre Meilensteine zum Erfolg.

Das Social-Media-Konzept

Um einen strategischen Ansatz zu gewinnen, ist zunächst eine Definition von Ziele erforderlich. Fehlt diese Grundlage, so kann der Social-Media-Einsatz nicht bewertet werden. Die Fragen können beispielsweise lauten:

  1. Was wollen Sie mit Social Media erreichen?
  2. Wie definieren Sie Ihre Erfolgskriterien (hohe Fanzahl auf Facebook, mehr Kundenanfragen, …)?
  3. Wie stellen Sie eine laufende Kommunikation und Interaktionen mit Kunden sicher?
  4. Welche Ziele wollen Sie konkret damit erreichen?

Einige Beispiele für Ziele

  • Neue Kunden für Produkte/Services gewinnen (virales Marketing, Mundpropaganda)
  • Neue Ideen für Produkte/Services durch Feedback (Crowdsourcing) gewinnen
  • Image und Online Reputation aufbauen
  • Bessere Positionierung unter dem Mitbewerbern (Wettbewerbsvorteil)
  • Kunden besser über Produkte/Services informieren und als Markenbotschafter nutzen
  • Mitarbeiter rekrutieren, Headhunting, Bewerberauswahl, Marktbeobachtung, Trends, Recherche, …

Social Media eignet sich besonders für kleine Unternehmen

Wer denkt, dass Social Media nur etwas für große Firmen ist, irrt. Auf die Unternehmensgröße kommt es nicht an. Die sozialen Medien brauchen keine großen Investitionen im Vergleich zu kostspieligen Print-, TV- oder Radio-Werbe-Schaltungen. Social Media ist zumeist kostenfrei, bis auf die investierte Zeitressourcen. Man kann damit sehr leicht auf sich aufmerksam machen. Notwendig sind personelle Ressourcen, Social Media Wissen und Erfahrungen. Eine aktuelle Firmenwebsite bleibt trotz Social Media trotzdem wichtig.

Social Media als Informationsquelle

Kunden suchen täglich mittels Suchmaschinen, wie Google nach Informationen zu Produkten und Services. Sie fragen in sozialen Netzwerken nach der Meinung ihrer Freunde und Bekannten dazu und vertrauen diesen Empfehlungen mehr als der klassischen Werbung. Damit bietet sich für Unternehmen die Möglichkeit, die anvisierte Zielgruppe auch hier gezielt auf die Firma aufmerksam zu machen. Social-Media-Marketing ermöglicht, die wichtigsten Meinungsführer zu erreichen. Aktivitäten in den sozialen Medien führt automatisch zu einer Erhöhung der Besucherzahlen der Firmenwebsite. Das Suchmaschinen-Ranking verbessert sich somit auch. Das unterstützt die Kunden-Akquise und steigert den Bekanntheitsgrad. Das ermöglicht den Aufbau und die Pflege einer positiven Online-Reputation.

chancen von socialmedia

Neue Chancen durch Social Media

Insbesondere kleine Firmen mit kleinem Budget profitieren. So bietet beispielsweise Twitter zahlreiche Möglichkeiten für Recruiting und Mitbewerber-Beobachtung. Es kann als Nachrichten- und Kommunikationskanal dienen. Die Potenziale durch soziale Aspekte wie Interaktion sind vielfältig. Unternehmen sollten sich auf jene sozialen Austausch-Plattformen konzentrieren, die zu ihren Produkten/Services passen und auf denen sich die Zielgruppe auch tatsächlich informiert.

Die Social-Media-Strategie

Mit einer Social-Media-Strategie ist es leichter, die Unternehmensziele zu erreichen. Üblicherweise enthalten Marketing-Strategien: Ziele, Strategien und Maßnahmen. Ausgangsbasis bildet der Ist-Zustand. Der SOLL-Zustand wird durch Ziele beschrieben. Bei der Social-Media-Strategie gilt es allerdings einige Regeln zu beachten. Bisher wirkten im Marketing das Push- und das Pull-Prinzip. Man pusht über unterschiedliche Kommunikationskanäle 1-seitig das Angebot zum Kunden. Beim Pull-Prinzip holt sich der Kunde jene  Informationen, die er möchte und das aus seinem bevorzugten Kanal. Bei besorgen der Informationen agieren die Menschen selbständig, aktiv und autonom. Somit gilt es die Informationen seitens des Unternehmen zwecks Selbstbedienung bereit zu halten.

Wissen teilen – LIKE – Tweet – SHARE – Connect

Im Social-Media-Marketing gilt das „Teilen“-Prinzip. Die User verlinken und vernetzen sich und empfehlen ihre Informationen oder Produkte über die Funktion „ Facebook-Teilen“ weiter. Deshalb sind diese Netzwerke so wichtig. Der Share-Prozess lässt sich im Internet auch automatisieren. Facebook Connect und soziale Plugins zum Weitersagen verteilen die Informationen zwischen den verschiedenen Plattformen ohne viel Aufwand seitens des Weitersagers. Facebook ist das beste Beispiel dafür Das TEILEN macht Social-Media-Marketing aus. „Social“ ist also nicht nur soziales Verhalten mit Verantwortung zum Weitersagen, sondern wird auch getragen durch zwischenmenschliche und vertrauensvolle Beziehungen, wo Wissen geteilt wird. Das Motto „Wissen ist Macht“ verschwindet.

social media ziele

Social Media Empfehlungsmarketing

Das Weitersagen von Informationen in Form von Empfehlungen wird auch Mundpropaganda oder virales Marketing genannt. Wenn Ihr Kunde sagt: „Wow, das war richtig gut“, weil er begeistert ist von … einem Unternehmen, Leistungen oder einer Person, dann wird er Sie gern weiter empfehlen. Begeisterungsfaktoren können sein: ein innovatives Produkt, ein hervorragender Service oder ein besonderes Erlebnis mit dem Produkt oder Service.

Das Phänomen „Mitmachen“

Soziale Medien fördern den Dialog. Erlebnisse werden weitererzählt und das veringert die Kosten für Werbung ungemein. Die Benutzer von sozialen Medien wollen interagieren durch z.B.  virale Effekte, Mitgestalten von Produkten (Crowdsourcing) und auch das Erstellen von redaktionellen Inhalten (User Generated Content, wie Texte, Fotos, Viedeos,..). Social Media haben eine Eigendynamik, die nicht zu 100% steuerbar sind und so manchem Manager die Perlen auf der Stirn entstehen lassen …

Angst vor Kontrollverlust

Die Ängste vor Kontrollverlust betreffend Markenbildung wird als großes Risiko gesehen. Dabei sind die Chancen zur Mitgestaltung weitaus höher als die Risiken, wenn man eine gut durchdachte Strategie als fundierte Basis nützt. Die Kommunikation auf Augenhöhe ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.

Social-Media-Strategie als Teil der Unternehmensstrategie

Ohne dem Viralen Marketing verschenken Sie einen Großteil des Erfolgs. Wichtig ist, dass die Social-Media-Strategie in der Unternehmensstrategie integriert wird, damit die Geschäftsentwicklung gefördert wird. Sie steigern damit die Einflussnahme und die Meinungsmacherschaft.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ich freue mich über Kommentare und auf das Teilen von Wissen.